Schlagwort:
USA

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Es gibt keinen Masterplan – Anmerkungen zur tatsächlichen Strategieentwicklung des Imperiums (2)

Es gibt keinen Masterplan – Anmerkungen zur tatsächlichen Strategieentwicklung des Imperiums (2)

Warum gehen so viele geopolitische Analysten davon aus, dass das ressourcenstärkste Imperium der Menschheitsgeschichte lediglich durch die unzusammenhängenden, widersprüchlichen Entscheidungen einer Gruppe von Politikern gelenkt wird? Oder warum glauben andere im umgekehrten Extrem, dieses Imperium funktioniere nach einem makellosen, allwissenden Masterplan, der in einem einzigen verrauchten Hinterzimmer ausgeheckt wurde? Wenn wir auf die heutige globale Geopolitik blicken – insbesondere auf das Vorgehen des US-geführten imperialen Kerns gegen Länder wie China, Russland oder den Iran –, dann leidet ein großer Teil der alternativen Medienlandschaft an einem geradezu karikaturartigen Missverständnis darüber, wie komplexe Institutionen und Organisationen tatsächlich funktionieren. Eine Analyse von Nel Bonilla.

Kein Grund zum Feiern: USA & Philippinen oder „Wohlwollende Assimilierung“ unter Uncle Sams Zuchtrute

Kein Grund zum Feiern: USA & Philippinen oder „Wohlwollende Assimilierung“ unter Uncle Sams Zuchtrute

Vor genau 250 Jahren, am 4. Juli 1776, verabschiedete der Zweite Kontinentalkongress die von Thomas Jefferson verfasste Erklärung und vollzog damit die Unabhängigkeit der USA von Britannien, was seitdem als Independence Day gefeiert wird. Just am selben Tag vor 80 Jahren, am 4. Juli 1946, gewährten die USA ihrer einstigen und einzigen Kolonie in Asien (1898-1946), den Philippinen, eine Unabhängigkeit mit beschränkter Haftung. Die eigene Unabhängigkeitserklärung im hehren Geiste der Aufklärung und revolutionärer Prinzipien – „Alle Menschen haben ein inhärentes Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück (Life, Liberty, and the pursuit of Happiness)“ und „Eine Regierung leitet ihre Macht nur aus der Zustimmung der Regierten ab“ – blieb den Filipinos verwehrt. Auf sie blickte Uncle Sam stets herab; sie blieben bestenfalls „kleine braune Brüder“ („little brown brothers“). Ein Begriff, den William Howard Taft, der erste zivile US-Generalgouverneur in den Philippinen und 27. Präsident der Vereinigten Staaten (1909-13), geprägt hatte. Eine wenig schmeichelhafte, unzeremonielle Rückschau unseres Südostasienexperten Rainer Werning.

Es gibt keinen Masterplan – Anmerkungen zur tatsächlichen Strategieentwicklung des Imperiums (1)

Es gibt keinen Masterplan – Anmerkungen zur tatsächlichen Strategieentwicklung des Imperiums (1)

Warum gehen so viele geopolitische Analysten davon aus, dass das ressourcenstärkste Imperium der Menschheitsgeschichte lediglich durch die unzusammenhängenden, widersprüchlichen Entscheidungen einer Gruppe von Politikern gelenkt wird? Oder warum glauben andere im umgekehrten Extrem, dieses Imperium funktioniere nach einem makellosen, allwissenden Masterplan, der in einem einzigen verrauchten Hinterzimmer ausgeheckt wurde? Wenn wir auf die heutige globale Geopolitik blicken – insbesondere auf das Vorgehen des US-geführten imperialen Kerns gegen Länder wie China, Russland oder den Iran –, dann leidet ein großer Teil der alternativen Medienlandschaft an einem geradezu karikaturhaften Missverständnis darüber, wie komplexe Institutionen und Organisationen tatsächlich funktionieren. Eine Analyse von Nel Bonilla.

Die Maschine und die Schule: Anthropic und der Krieg der USA gegen den Iran

Die Maschine und die Schule: Anthropic und der Krieg der USA gegen den Iran

Die Frage ist nicht mehr, ob sich KI in die Kriegsführung integrieren wird. Die Frage ist, ob die Gesellschaften zulassen werden, dass die Entscheidungen über Leben und Tod zunehmend von Systemen geformt werden, die selbst ihre Schöpfer nur schwer überwachen, erklären oder kontrollieren können. Von Vijay Prashad.

Der Krieg am Persischen Golf – eine iranische Perspektive (2)

Der Krieg am Persischen Golf – eine iranische Perspektive (2)

Ein Interview mit dem iranischen Analysten Dr. Sajjad Safaei über die Eskalation, die verschiedenen Interessen der Akteure und das neue Abkommen mit den USA – eine andere Perspektive auf die Ereignisse als die westlicher Experten und im Westen lebender iranischer Dissidenten. Dr. Sajjad Safaei ist multidisziplinärer Forscher, Dozent und Analyst mit Sitz in Deutschland. Er war Postdoktorand am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung und lehrte unter anderem an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Universität Zürich. Seine Analysen zu iranischer Innen- und Außenpolitik, zur Geopolitik des Nahen Ostens, zur US-Außenpolitik sowie zu Fragen internationaler Sicherheit erschienen unter anderem in Foreign Policy, Responsible Statecraft, Al Jazeera, DAWN und The National Interest. Das Gespräch führte Alexander Neu.

Der Krieg am Persischen Golf – eine iranische Perspektive (1)

Der Krieg am Persischen Golf – eine iranische Perspektive (1)

Ein Interview mit dem iranischen Analysten Dr. Sajjad Safaei über die Eskalation, die verschiedenen Interessen der Akteure und das neue Abkommen mit den USA – eine andere Perspektive auf die Ereignisse als die westlicher Experten und im Westen lebender iranischer Dissidenten. Dr. Sajjad Safaei ist multidisziplinärer Forscher, Dozent und Analyst mit Sitz in Deutschland. Er war Postdoktorand am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung und lehrte unter anderem an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Universität Zürich. Seine Analysen zu iranischer Innen- und Außenpolitik, zur Geopolitik des Nahen Ostens, zur US-Außenpolitik sowie zu Fragen internationaler Sicherheit erschienen unter anderem in Foreign Policy, Responsible Statecraft, Al Jazeera, DAWN und The National Interest. Das Gespräch führte Alexander Neu.

Der Kampf um Ressourcen dürfte erst am Anfang stehen

Der Kampf um Ressourcen dürfte erst am Anfang stehen

Trotz Einigung zwischen den USA und dem Iran könnte die Erholung der Ölpreise und der Versorgungslage noch Monate dauern. Das zeigen Daten der US-Regierung. Bevorstehende Midterm-Wahlen in den USA waren höchstwahrscheinlich Auslöser für das Einlenken Donald Trumps bei den Verhandlungen mit der iranischen Regierung. Die Vereinigten Staaten könnten die Abhängigkeit Chinas von Energieimporten weiterhin nutzen, um im Ringen um die Vormachtstellung in der Welt Vorteile zu erzielen. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten sowie die Kontrolle über südamerikanische Ölexporte scheinen vorprogrammiert. Von Karsten Montag.

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Mittendrin statt nur dabei – Deutsche Marineschiffe „bereit“ zum Einsatz im Nahen Osten

Mittendrin statt nur dabei – Deutsche Marineschiffe „bereit“ zum Einsatz im Nahen Osten

„Wir sind ready“ – das sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Hinblick auf einen Einsatz der deutschen Marine in der Straße von Hormus. Unter dem Motto „mittendrin statt nur dabei“ will die Politik wohl Deutschlands Militär an Auslandseinsätzen beteiligen. Da ist die Rede von der „Ostfront“, Stichwort: Litauen-Brigade, von einem möglichen Minenräumeinsatz im Nahen Osten. Und was kommt als Nächstes? Diese Politik zieht Deutschland immer tiefer in Konflikte, aus denen sich das Land dringend raushalten muss. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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ZDF, Schönbohm, Musk: „Die Anmoderation wurde aus rechtlichen Gründen gekürzt“

ZDF, Schönbohm, Musk: „Die Anmoderation wurde aus rechtlichen Gründen gekürzt“

Das ZDF stapelt aktuell schlechte Schlagzeilen in eigener Sache: eine juristische Niederlage im Fall Arne Schönbohm, eine Unterlassungserklärung gegenüber Elon Musk, eine Zustimmung des Senders zu US-Sanktionslisten. Das erinnert zusätzlich an die kürzlich besonders unseriöse USA-Berichterstattung des Senders, etwa zu Charlie Kirk oder ICE. Ist das ZDF ein hoffnungsloser Fall? Ein Kommentar von Tobias Riegel.

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Trumps Iran-Deal – Rechnung ohne den Wirt

Trumps Iran-Deal – Rechnung ohne den Wirt

Wenn man sich die heutigen Schlagzeilen anschaut, könnte man hoffen, dass zumindest einer der Kriege, der die Welt zurzeit in Atem hält, auf diplomatischem Wege gelöst werden könnte. Am 19. Juni wollen die USA und Iran in der Schweiz ein Rahmenabkommen unterzeichnen, das die Vorbedingungen für ein in den nächsten 60 Tagen zu verhandelndes endgültiges Friedensabkommen beinhaltet. Die USA und Iran? Da fehlt doch was. Richtig. Nicht nur die USA, sondern auch Israel hatte den Iran völkerrechtswidrig angegriffen und den Krieg nun auf den Libanon ausgeweitet. In Israel hält man jedoch gar nichts von Trumps Deal und kündigte bereits an, sich nicht an das Rahmenabkommen zu halten. Kommt es nun zum Zerwürfnis zwischen den USA und Israel oder ist das ein abgekartetes Spiel? Von Jens Berger.

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UN-Atomenergiebehörde beschließt anti-iranische Resolution

UN-Atomenergiebehörde beschließt anti-iranische Resolution

Der weitere Verlauf der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran könnte nicht in Islamabad, sondern in Wien entschieden werden. Denn in der österreichischen Hauptstadt befindet sich der Sitz der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA). Auf dem Juni-Treffen seines Gouverneursrats beschloss dieser erneut eine Resolution, die von vielen als „anti-iranisch“ bezeichnet wurde. Von Dieter Reinisch (Wien).

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Hallo USA, es ist jetzt wirklich Zeit zu gehen!

Hallo USA, es ist jetzt wirklich Zeit zu gehen!

Heute mache ich auf eine Rede aufmerksam, die ich vor genau zehn Jahren in Kaiserslautern zum Thema Ramstein und der Nutzung unseres Landes für militärische Interventionen der USA in Europa, in Afrika, im Nahen Osten gehalten habe. Hier ist der Link auf die Rede, hier auf die schriftliche Fassung. Die Bitte bzw. die Aufforderung an die USA, unser Land nicht weiter als Flugzeugträger in Europa zu nutzen, ist ernst gemeint. Albrecht Müller.

Bundesregierung möchte China im Indopazifik herausfordern

Bundesregierung möchte China im Indopazifik herausfordern

BlackRock-Kanzler Merz drängt Deutschland in eine geopolitische Konfrontation mit China. Mit neuen Abkommen im Indopazifik und aggressiver Handelspolitik der EU positioniert sich Berlin als transatlantischer Vasall – auf Kosten eigener Interessen. Von Sevim Dağdelen.

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