Leserbriefe zu „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein. Dieses großartige Versprechen ist an den Nagel gehängt. Wahnsinn!“

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Die Zuschriften zum Artikel: Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein. Dieses großartige Versprechen ist an den Nagel gehängt. Wahnsinn! sind durchzogen von der Sorge um Krieg und Frieden und wie letzterer zu erhalten bzw. zu erreichen ist, und ob es nicht schon zu spät ist… Am besten morgen direkt noch ein Apfelbäumchen pflanzen, und den Alltag gewaltfrei gestalten. Vielen Dank an die Leser! Moritz Müller.

Leserbriefe zu „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein. Dieses großartige Versprechen ist an den Nagel gehängt. Wahnsinn!“


1. Leserbrief

Lieber Herr Müller,

es ist gefährlich und es ist traurig zugleich, wie leichtsinnig unsere Politiker den Frieden aufs Spiel setzen. Es ist unser aller Frieden. Statt sich dafür einzusetzen, wird regelrecht gesucht nach Gründen, das Feindbild Russland zu untermauern. Und mit Erfolg. Es ist paradox. Jeder weiss um die völkerrechtswidrigen Kriege der USA mit Tausenden von Toten, die Drohnenkriege, die aggressive NATO-Osterweiterung und trotzdem, es ist der böse Russe, vor dem wir uns fürchten müssen. Obama hat während seiner gesamten Amtszeit Krieg geführt, er wird in Deutschland verehrt. Er hat den Friedensnobelpreis. Wie kann das alles sein, fragt man sich. Aber die Politiker wissen, dass sie Mehrheit der Bürger sich wenig für Politik interessiert, dass sie ihr Wissen aus den MSM und aus Talkshows beziehen. Dass sie glauben, was geschrieben steht, nicht hinterfragen. Es ist also ein Leichtes, sie in die gewünschte Richtung zu lenken. Und die Jüngeren, es ist schwer, sie zu erreichen, sie blocken ab, so schlimm ist es doch gar nicht. Es geht ihnen gut. Sie verbringen ihr Austauschjahr in den USA oder Australien, sind ausschliesslich westlich orientiert. Russland? Nein, sicher nicht, dann eher noch China. Mit der Gegenwehr ist das also gar nicht so einfach.Viele trauen sich gar nicht, aus Sorge anzuecken. Es ist einfacher, mit dem Strom zu schwimmen.
Die nachdenkseiten helfen mir, gegen den Strom zu schwimmen. Vielen Dank, lieber Herr Müller.

Beste Grüsse
Christa Schreiber


2. Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Müller,
 
ich habe zu dem Themenkomplex eine juristische Frage, von der ich annehme das auch Sie mir diese nicht beantworten können.

Aber gestellt haben möchte ich sie doch.

Was kann ich als Bürger der Bundesrepublik Deutschland unternehmen, wenn Politiker sowie Journalisten die körperliche Unversehrtheit meiner Person, meiner Familie, meiner Freunde und der ca. 82 Mio.. Bewohner dieses Landes grob fahrlässig gefährden?

Ich empfinde mich durch Aussagen vom Herrn Brok, Ursula von der Leyen, Marieluise Beck etc. etc. als objektiv bedroht.

Auch empfinde ich diese betriebene Kampagne als Vorbereitung für einen Angriffskrieg, welcher meines Wissens nach immer noch verboten ist.

Und so stellt sich mir die Frage, was kann ich im Rahmen des Rechtstaates tun?
 
Mit freundlichem Gruß

Eckehard Irkens


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

gestern hatte ich „Maischberger“ angesehen: „Trump oder Putin: Vor wem müssen wir mehr Angst haben?“ – und heute in der Mediathek gleich noch einmal wegen der Aussage von E. Brok: „….natürlich will Putin Krieg in Europa“. Gleich zu Beginn der Gesprächsrunde, hat sich dieser zur CDU – Politelite gehörende EU – Parlamentarier gleich mal mit dieser Meinung positioniert. Später verwies er in der Diskussion darauf, dass die Wirtschaft in Russland geschwächt und ökonomisch gescheitert ist. Ab etwa Min. 42:00 bezieht er sich auf das Argument, dass ein Krieg immer teuer ist.

Frage an Herrn Brok: wie kann ein Land Krieg wollen, wenn es ökonomisch geschwächt ist? Wer einen Krieg führen will, der muss doch eine starke wirtschaftliche Grundlage im eigenen Land besitzen – oder?

Was der britische Geheimdienstexperte Anthony Glees in dieser Runde von sich gegeben hat, kann doch wohl nicht die Meinung der britischen Bevölkerung sein – oder?

In diesem Jahr nehme ich zum zweiten Mal an der Friedens- und Freundschaftsfahrt Berlin – Moskau teil. Für mich ist das ein Teil der Völkerverständigung auf der Ebene der sogenannten Volksdiplomatie. Jedoch wird so eine Aktion von Russland- und Putingegnern in Richtung „Verschwörung“ gesehen oder einer „identitären Bewegung“ zugeordnet oder auch als „Putins 5. Kolonne“ bezeichnet.

Lieber Herr Müller, bleiben Sie auch weiterhin mit dem NDS-Team kritisch und standhaft in dieser kriegslüsternen Zeit. Ihre aufklärerische Arbeit ist sehr wichtig, um den politischen Irrsinn noch zu verstehen.

Herzliche Grüße und eine „sibirische Gesundheit“
Peter Müller


4. Leserbrief

Lieber Herr Müller,

die Sorgen, die Sie in Ihrem Artikel zum Ausdruck bringen, sind mehr als berechtigt und sie treiben uns alle um. Bedauerlicherweise sind unter den gegenwärtigen machtpolitischen Bedingungen die Aussichten, dass sich in absehbarer Zeit eine Entspannung ergibt, ziemlich gering. Die politischen Amtsinhaber scheinen leider in erster Linie jenen Interessengruppen verpflichtet zu sein, die ihre unerschöpflichen Gewinne aus dem militärisch-ökonomischen Komplex ziehen (die Maschine läuft auf Hochtouren) und des weiteren dürfen Sie nicht vergessen, dass die Russen auf einem Großteil unserer Erdgas- und Erdölreserven sitzen und so unverschämt sind, diese seit Putins Machtergreifung nicht an uns freiwillig herauszugeben. Daran wird sich nichts ändern lassen und somit sind die von Ihnen aufgezeigten Gefahren und die Verschärfung der Lage real.

An der Verteilung der Karten sehen Sie aber schon, welch schwierige Aufgabe es ist, von unten dagegen zu steuern. Ihr Rat, die Botschaften weiter zu tragen, ist zwar wohl gemeint, wird aber wenig bringen, denn im persönlichen Umfeld lesen die meisten sowie die Nachdenkseiten, Telepolis, Rubikon, german foreign policy … und was sonst noch wichtig ist, da gibt es niemanden zu gewinnen. Im übrigen scheint die Grundstimmung der Bevölkerung (zumindest hier im Osten) in dieser Frage ziemlich klar gegen die Politik des Staates ausgerichtet zu sein, misst man es an den Leserzuschriften der Regionalzeitung (SZ), die erstaunlicherweise noch veröffentlicht werden und sich mit diesen Themen beschäftigen. Ich sehe da ein anderes, m.E. ziemlich brach liegendes Feld.

Sie, Herr Müller, haben in Ihrem politischen Leben die nötigen Erfahrungen sammeln können und argumentieren ja auch in diesem Sinne, wenn Sie beispielsweise von den Bemühungen um Entspannung und Annäherung in früheren Jahren sprechen. Das muss ja nicht unbedingt immer gleich länderübergreifend geschehen, man kann ja zunächst einmal im eigenen Lande schauen, welche gemeinsamen Nenner sich mit anderen politischen Kreisen finden lassen. Ich möchte ganz klar herausstellen, dass ich kein Anhänger der FDP und schon gar keiner der AfD bin, aber wenn ich Positionen höre, wie sie die Herren Kubicki oder Bystron zum Verhältnis mit Russland im DLF vorgetragen haben und welche miserable Rolle sie in diesem Zusammenhang Deutschland und der NATO bescheinigen, dann bin ich der Meinung, sollte man themenbezogen nach der o.g. Methode ‘Annäherung’ nach Gemeinsamkeiten suchen und damit auch auf ein öffentliches Podium gehen. Ich glaube, im Sinne der Entspannung ist es das in der jetzigen Situation wert. Dass so etwas möglich ist, hat man ja auch in der Vergangenheit bei Auftritten von Willy Wimmer, Kujat oder sogar einem Herrn Scharnagl gesehen – alles nicht unbedingt Anhänger der politischen Linken. Da, wo vernünftige Positionen vertreten werden, kann man auch gemeinsam Flagge zeigen. Ich kann nur sagen, dass man gegen die derzeitige verantwortungslose Politik, die eine Menge Gefahren in sich birgt und uns mindestens weitere dreieinhalb Jahre bevorsteht, alles mögliche versuchen soll.

Mit freundlichen Grüßen
Björn Ehrlich


5. Leserbrief

Lieber Herr Albrecht,

vielen herzlichen Dank für diesen Artikel. Er sprach mir aus der Seele! Gleichzeitg aber wurde ich mal wieder sehr traurig darüber, wie sich die “Willy-wählen-Partei” aus den Jahren 1969 – 1974 ins Gegenteil verkehrt hat.

Als zu Schröders Amtszeit aller Augenblick der Begriff “Reformen” (u. a. “notwendige Arbeitsmarktreformen”) u. ä. selbst da schon in den ‘Öffentlich-Rechtlichen’ und natürlich auch in der übrigern Presse verwendet wurde, fiel mir auf, dass auch dieser ins Gegenteil verkehrt worden war.  ….

Ihren Artikel habe ich natürlich gleich an einige meiner Freunde weitergeleitet.

Viele Grüße aus Münster
Günther Freitag


6. Leserbrief

Hallo lieber Herr Müller,

ich teile Ihre Trauer und das Entsetzen über die zunehmend agressive Außenpolitik der westlichen Demokratien , auch der deutschen.

Leider muss man wohl unterstellen, daß diese auch das Ergebnis massiver Beeinflussung  mächtige Interessengruppen auf die politisch Verantwortlichen ist , sei es über Vorteilsgewährung oder Erpressung ( z.B. Politiker-Dossiers aus den Stasi-Beständen )

Getrieben wird diese Entwicklung aber m.E. durch die USA und ihrer Angst vor dem Verlust ihrer Position als Führungsmacht der Welt.

Neben China (mittelfristig) ist kurzfristig dafür die größte Bedrohung ein geeintes und gut funktionierendes Europa mit gutnachbarlichen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Russland.

Das gilt es aus der Interessenlage der USA zu verhindern, wobei jedes Mittel recht ist, wie

  • Dämonisierung Russlands als Bedrohung Europas
  • Militarisierung Osteuropas und Nadelstichpolitik ( Ukraine, Raketenstellungen, Manöver, Sanktionen )
  • Systematische Destabilisierung des nahen Ostens und Auslösung von Fluchtbewegungen nach Europa, das  so mit sich selbst beschäftigt bleibt
  • Verdeckte Förderung von Terrornetzwerken zu Aufrechterhaltung der Terrorangst in Europa und zu Rechtfertigung des völkerrechtswidrigen weltweiten Drohnenkrieges
  • Die Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen und militärischen Abhängigkeit  von den USA  ( TTIP, Stützpunkte, Atomwaffenlager, Nato, Geheimdienste, Internet )

Soweit in Europa noch Politiker aus der Zeit des kalten Krieges an der Macht sind ( Generation Merkel und früher ), ist ein Verharren in den alten Feindbildern zwar erklärbar aber trotzdem unverantwortlich.

Vielleicht ist ein schnellerer Generationswechsel in den Eliten ein Lösungsansatz.

Freundliche Grüße
Rudolf Rix


7. Leserbrief

Lieber Albrecht Müller,
 
Ihr Artikel: Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein. Dieses großartige Versprechen ist an den Nagel gehängt. Wahnsinn!
 
spricht uns voll aus dem Herzen.
 
Auch Ihre Artikel zur Unterwanderung der SPD und zur Kandidatur von Simone Lange zeigen, dass Sie die Sorge um unser Land umtreibt. 

Wir danken Ihnen für Ihr großes Engagement und wünschen Ihnen und allen MitstreiterInnen, zu denen wir uns zählen, Erfolg.

Leider sind die Aussichten auf Erfolg ziemlich schlecht, wie wir bei unseren ‘5 vor 12’-Aktionen (jeden ersten Samstag im Monat im Zentrum von Aachen) leider immer wieder feststellen müssen.  – Wir beide waren von 1969 (Willy Brandt-Wähler) bis 1981 aktive SPD-Mitglieder und von 1982 bis 2013 (viel zu lange) aktive GRÜNE, dann LINKE-Wähler -.

Die einzige Hoffnung, die wir angesichts der jetzigen Parteienlandschaft noch haben, ist die neue Bewegung, die Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine ins Leben rufen wollen. Wenn Simone Lange am 22. April nicht zur SPD-Parteivorsitzenden gewählt wird, kann man die SPD, deren Gesundung Sie immer noch erhoffen, endgültig vergessen.

Dann wäre es u.E. an der Zeit, dass Sie zusammen mit Sahra und Oskar für eine neue Bewegung für Gerechtigkeit und Frieden zu werben, in der kein Atlantiker und kein Neoliberaler etwas zu suchen hat.

Wir wünschen Ihnen weiterhin Mut und Durchhaltevermögen!
Mit Friedensgruß

Helene+Ansgar Klein – www.ac-frieden.de


8. Leserbrief

Sehr geehrter, lieber Herr Müller, 

Ihr o.a. Artikel als PDF-Datei in den NDS konnte nicht besser und zutreffender die Gefahrenlage, die durch gezielte Manipulation und gewollte politische Verdummung der Bürger erzeugt wird, beschreiben. Er trifft „den Nagel auf den Kopf“. 

Im Namen aller Gleichgesinten möchte ich mich dafür vielmals bedanken, denn er ist uns eine große Hilfe für die notwendige Aufklärungsarbeit und Reaktivierung der  scheinbar verlorengegangenen Sensibilität für Gefahren aus dem manipoliertem politischen Umfeld.

Menschen, die in einer Zeit ohne Krieg und Kriegsgefahr geboren und groß geworden sind haben die dafür notwendigen Sensoren wohl nicht mehr oder nur noch mit begrenzter Sensitivität. Vielen fehlt wohl auch der notwendige Wille oder die Zeit, richtig hinzuschauen bzw. hinzuhören. 

Klarer und gezielter kann man die Gefahrenlage nicht formulieren, ich hoffe nur, daß genügend Leser Ihrem Rat folgen und Ihren „Artikel unter das Volk bringen“ oder wenigstens das Wesentliche der von Ihnen aufgeführten Beobachtungen und Erkenntnisse auf andere Art verbreiten. Es wird „ höchste Zeit“, denn sonst ist es wirklich zu spät, den Zug der gezielten und gewollten Verdummung“ noch auf- bzw. anzuhalten.

Die von Ihnen beschriebene Beeinflussung und „politische Verdummung“ der Bürger unseres Landes durch die Medien, die auch ich seit vielen Monaten beobachte, hat inzwischen eine Form angenommen, die nicht nur höchst gefährlich sondern auch kaum noch umkehrbar ist, wenn nicht bald etwas dagegen unternommen wird. 

Der Grad der „Gehirnwäsche“ der Transatlantiker und der in deren Einflussbereich agierenden Politiker und Medien durch die „destruktiven und zerstörenden Kräfte im Hintergrund“ zeigt negative Folgen, die inzwischen einen Grad erreicht haben, der Reaktionen zwingend erforderlich macht. 

Ein wichtiger und notwendiger Schritt ist der, den Sie und die NDS unternommen haben: Aufklärung und Information, bloß das wird aus meiner Sicht nicht mehr reichen, die Frage ist nur, was kann man noch bzw. mehr tun, um die aufgezeigte Gefahr zu verringern und zu entschärfen? Wo kann man Verbündete finden und wie diese mobilisieren ? 

Ich würde mich freuen, wenn Sie den angesprochenen Themenbereich in den NDS weiter intensivieren, denn es geht nicht nur um Deutschland und Europa, es geht im schlimmsten Fall um LEBEN UND TOD. 

Wer den zweiten Weltkrieg erlebt hat, weiß das, die Mehrheit unserer derzeitigen Politiker scheinbar nicht mehr.

In diesem Sinn, 

mit freundlichen Grüßen 
Klaus Krüger 


9. Leserbrief

Lieber Herr Müller, ein besonders abstoßendes Beispiel für die ständige antirussische Propaganda lieferte der Deutschlandfunk am Sonntagmorgen in seiner Sendung “Informationen und Musik” ab. Moderatorin Fecke interviewte Ralf Fücks, den Leiter des Zentrums für liberale Moderne in Berlin. Herr Fücks konnte in diesem Interview seinen Ressentiments und Vorurteilen freien Lauf lassen. Von einem öffentlich rechtlichen Rundfunksender müsste man eigentlich erwarten, dass er den Herrn Fücks mit der ein oder anderen wirklich kritischen Nachfrage konfrontiert- leider Fehlanzeige! Im Übrigen kann man nur hoffen, dass die Ansichten von Ralf Fücks oder auch seiner Frau Marie Luise Beck von den Hörern als das wahrgenommen werden was sie – diesmal nun tatsächlich- sind: Verschwörungstheorien.

Roland Indefrey

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