Die Heute Show kann man tatsächlich vergessen. Statt Aufklärung gibt‘s dort Unterstützung für eine zentrale Botschaft der westlichen Propaganda gegen Russland.
Die Heute Show kann man tatsächlich vergessen. Statt Aufklärung gibt‘s dort Unterstützung für eine zentrale Botschaft der westlichen Propaganda gegen Russland.

Die Heute Show kann man tatsächlich vergessen. Statt Aufklärung gibt‘s dort Unterstützung für eine zentrale Botschaft der westlichen Propaganda gegen Russland.

Albrecht Müller
Ein Artikel von: Albrecht Müller

Am Freitagabend war ich gerade dabei, für die NachDenkSeiten einen Artikel darüber zu schreiben, dass die täglichen Versuche, unsere Meinung zu prägen, oft auf gut geplanten und langfristig angelegten Strategien gründen und auch deshalb erfolgreich sind. Die Klage über zu hohe Löhne und Lohnnebenkosten war z. B. eine solche strategisch angelegte Agitation; ähnlich die Behauptung in den neunziger Jahren, der Sozialstaat sei übertrieben worden. Die Folge: die Agenda 2010. Auch der Aufbau des neuen Feindbildes von Russland gründet auf clever ausgedachten Strategien der Manipulation. Dazu gehört zum Beispiel die Behauptung, Russland fördere die rechtsradikalen Parteien in Europa. Diese strategisch ausgedachte Behauptung wurde am 26. April auch von Oliver Welke verbreitet. Albrecht Müller.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

„Beiläufig“ eingeflochten bei Minute 3:30: „Quasi die von Putin bezahlte Internationale der Nationalisten“… „Die Europawahl entscheidet über das Schicksal des Kontinents“ Quelle: ZDF heute-show vom 26. April.

Aufmerksamen NachDenkSeiten-Leserinnen und Lesern ist die Behauptung, die rechten Parteien Europas seien von Putin finanziert, vermutlich auch schon öfter begegnet. Ich hatte auf den NachDenkSeiten beispielsweise schon davon berichtet, dass der französische Politologe Alfred Grosser bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion für mich und das Publikum überraschend mit dieser Behauptung operierte. Siehe hier.

Das ist offensichtlich eine strategisch ausgedachte Behauptung, die unseren Nachbarn im Osten diffamieren soll. Tatsächlich entspricht die Behauptung nicht der politischen Linie Russlands und seines Präsidenten Putin und schon gar nicht den Interessen Russlands.

Dem Parolenverstärker Oliver Welke sei empfohlen, sich einmal die mahnenden Worte der russischen Politologin Veronika Krasheninnikova im Sputnik-Interview anzuhören und unters Kopfkissen zu legen.

Zitat:

‚Russland sieht Europawahl mit Sorge: „Rechte Kräfte wollen EU umgestalten“ Bei der Europawahl im Mai könnten rechts-nationalistische Parteien gestärkt ins EU-Parlament einziehen. Davor warnt die russische Politologin Veronika Krasheninnikova im exklusiven Sputnik-Interview mit Korrespondent Alexander Boos. „Russland hat Interesse an einer stabilen, demokratischen EU“, so die Moskauer Geopolitik-Expertin. „US-Berater Steve Bannon fördert rechte Kräfte.“‘

Quelle: SNA Radio oder in den Video-/Audiohinweisen der NachDenkSeiten

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