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„Der Verlust des kritischen Denkens und warum wir es wieder brauchen“ – Der Text eines Vortrags zur Diskussion in Heidelberg.

Veröffentlicht in: Agenda 2010, Aktuelles, Aufbau Gegenöffentlichkeit, Friedenspolitik, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Sozialstaat

Hier ist die schriftliche Fassung eines Vortrags, den ich am 23. Mai in Heidelberg gehalten habe. Das Thema, die Abwesenheit von kritischem Denken auch bei gut ausgebildeten Mitmenschen, bewegt viele Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten. Im Folgenden finden Sie eine Word Datei und hier auch eine PDF-Datei mit dem Text. In den nächsten Tagen folgt auch noch das dazugehörige Video. Albrecht Müller.

Albrecht Müller

Einführung zum Thema:

Der Verlust des kritischen Denkens und warum wir es wieder brauchen

In Heidelberg am 23. Mai 2017 19:30 Uhr im Foyer der Friedrich Ebert Gedenkstätte, Untere Straße 27 auf Einladung der Villigster Gruppe, Heidelberg

(Der Text entspricht dem Manuskript und ist etwas länger, als am 23. Mai mündlich ausgeführt)

Danke vielmals für Ihre Einladung. Eingeladen hat die Regionalgruppe Heidelberg des Evangelischen Studienwerks Villigst. Eine Mehrheit unserer Gäste weiß vermutlich nicht, was das ist, Villigst und Villigster. Es ist jedenfalls keine schlagende Verbindung, nicht einmal eine normale, und ohne jeden Hauch von Vetternwirtschaft. Damit jene, die Villigst nicht kennen, verstehen, um was es dabei geht, muss ich eine kleine Geschichte erzählen, die unmittelbar ins Zentrum des Themas unseres Abends führt: „Der Verlust des kritischen Denkens und warum wir es wieder brauchen“.

Meine ältere Schwester, die in Heidelberg Jura studierte, hatte ein Studentenpärchen zu Freunden, die zur damaligen Villigster Gruppe in Heidelberg gehörten. Diese beiden erzählten mir 1958 von den Motiven für die Gründung des Evangelischen Studienwerkes: 1948 seien in Villigst in der Nähe von Schwerte an der Ruhr ein paar aufmerksame Zeitgenossen zusammengekommen. Sie hatten realisiert, dass das gebildete Bürgertum seine Funktion, das Geschehen kritisch und die junge Demokratie freundlich zu begleiten, in der Weimarer Zeit weitgehend vergessen hatte – die Familien der evangelischen Lehrer, Pfarrer, Geschäftsleute, Wissenschaftler usw. hatten keine Ahnung vom Leben der Arbeiterfamilien, keine Ahnung von der sozialen Lage eines Großteils unseres Volkes, sie waren nicht gefeit gegen nationalistisches und militaristisches Denken, und sie waren schon gar nicht immun gegen die Manipulationstechniken der aufkommenden Nazis. Ihre bürgerliche Mentalität überlagerte ihre Pflicht zur kritischen Begleitung des Geschehens.

Die an der Ruhr versammelten Personen zogen daraus konkrete Konsequenzen: Sie gründeten ein Studienwerk für Studenten und Studentinnen. Im halbjährlichen Rhythmus sollten 40-50 Studentinnen und Studenten in einem alten Gutshof an der Ruhr, eben in Villigst bei Schwerte, leben; sie sollten in Stahlwerken und anderen Industriebetrieben sowie sozialen Einrichtungen hart arbeiten. Dann sollten sie in den Universitätsstädten in Gruppen zusammenkommen, um fachübergreifende Themen zu bearbeiten. Seminare und Freizeiten gehörten zusätzlich noch zum Programm dieses Studienwerks. In einem solchen Seminar referierte ich 1966 über ein bis heute relevantes Thema „Über die mit Vorurteilen beladene Sprache in der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Diskussion“. Denken Sie daran, was bei den Worten Wachstum und Exportüberschüsse an positiven Urteilen mitschwingt. Die damaligen Arbeiten waren eine Art Vorbereitung für die NachDenkSeiten und meine späteren Bücher „Die Reformlüge“ (2004) und „Meinungsmache“ (2009).

Man müsste Villigst heute neu erfinden. Man müsste die Einübung in kritisches Denken nicht nur für die Jungen, nicht nur für die Studenten, auch für die Alten und die dazwischen neu erfinden. Denn, wie es wohl in Weimar war, haben die gut ausgebildeten Menschen, diese begabten Physiker und Chemiker, die kundigen Philosophen und Juristen, diese professionellen Lehrer und Mediziner verlernt, kritisch zu fragen und zu hinterfragen. Nicht alle von ihnen, aber zu viele.

Es gibt rühmliche Ausnahmen. Täglich erleben wir in Briefen, Diskussionsbeiträgen und E-Mails, dass es ein kritisches Potenzial gibt. Wir erleben sogar in den Medien, die im Durchschnitt auf erschreckende Weise angepasst sind, dennoch Leuchtfeuer an kritischem Verstand. Aber die überwiegende Mehrheit ist angepasst und bereit, sich manipulieren zu lassen:

  • Sie leisten keinen Widerstand gegen Propaganda, klären nicht auf und sind selbst Opfer der geläufigen Kampagnen der Meinungsmache. Ein Unterschied zwischen den Leserinnen und Lesern der Bild-Zeitung und jenen der „Zeit“ oder des „Spiegel“ oder der „TAZ“ ist nur schwer auszumachen. Selig vereint mit der Mehrheit des Volkes glaubt auch das Bildungsbürgertum nahezu jede Parole, wenn sie nur massiv und aus verschiedenen Ecken und taktisch clever platziert wird.
  • Sie haben wenig Ahnung von der sozialen Lage der abhängig Arbeitenden, insbesondere keine Ahnung vom Prekariat, obwohl ihre Kinder und Enkel oft zu diesem Prekariat gehören oder vor dessen Toren stehen.
  • Uns geht es gut – diese Parole der Regierenden kommt bei den gebildeten Ständen an. Was wir den Völkern im Süden Europas antun und welche Folgen das für Europa haben wird, sehen sie nicht.
  • Die meisten kümmert auch nicht die Altersarmut, die in anderen Kreisen droht
  • Der Feindbildaufbau mit Russland als dem neuen Feind stößt nicht einmal in diesen Kreisen auf nachhaltigen Widerstand. Sie sind keine verlässlichen Partner friedlichen Zusammenlebens in Europa und haben offensichtlich keine Probleme damit, Militär europaweit und weltweit einzusetzen.
  • Sie haben die Agenda 2010 mitgemacht und waren nicht die verlässliche Gruppe zum Schutz des europäischen Sozialstaats vor der Zerstörung.

Diese hart klingenden Beobachtungen möchte ich im Folgenden unterfüttern, belegen und ich bitte Sie einfach nur, für sich und anhand der Kenntnis ihres Umfelds zu prüfen, ob der geschilderte Eindruck der Wirklichkeit entspricht.

Krieg und Frieden

Am 10. Oktober 1981 demonstrierten auf der Bonner Hofgartenwiese schätzungsweise 300.000 Menschen gegen die atomare Rüstung, gegen die Nachrüstung. Mit dabei waren Heinrich Böll und Erhard Eppler und Petra Kelly.

Heute demonstrieren maximal 1500 Leute in Berlin oder in Ramstein.

Ist die Nachrüstung damals gefährlicher gewesen als der Drohnenkrieg, der von deutschen Boden aus gesteuert wird? Ist die damalige atomare Rüstung schlimmer gewesen als die Modernisierung der Atomwaffen auf dem US-Stützpunkt im deutschen Büchel? Und schlimmer als der Aufmarsch von vielen Panzern in Osteuropa an der Grenze zu Russland? Und schlimmer als die Ausdehnung der NATO bis an die Grenze Russlands?

Von deutschem Boden geht Krieg aus. Die Bundeswehr ist beteiligt in Afghanistan, in Syrien, und in Afrika. Wo sind die machtvollen Demonstrationen gegen diese Beteiligung?

In der DDR verbreiteten sympathische Menschen die Parole: „Schwerter zu Pflugscharen“. Heute propagiert Verteidigungsministerin von der Leyen ganz selbstverständlich, dass wir Deutschen dem von den USA und der NATO proklamierten Ziel, 2 % des Bruttoinlandsproduktes für Rüstung auszugeben, folgen wollen. Wo ist der Protest des kritischen Bürgertums?

In den sechziger Jahren haben die Evangelische Kirche mit ihrer Ostdenkschrift und die Studenten mit ihren Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg die Militarisierung der Politik bekämpft. Am Donnerstag wird der US-amerikanische Präsident, der weltweit Kriege der USA gegen andere Völker befehligte und über die Drohneneinsätze, die vom pfälzischen Ramstein aus mit dirigiert werden, entschieden hat, auf dem evangelischen Kirchentag in Berlin empfangen. Ein bisschen Demonstrationen dagegen wird es geben. Aber der große friedenspolitische Protest bleibt vermutlich aus

Heinrich Böll hat in Bonn auf der Hofgartenwiese gesprochen. Heute wird sein Name für eine Stiftung benutzt, die den Konflikt in der Ukraine und den neuen Konflikt zwischen West und Ost angeheizt hat und anheizt.

Erhard Eppler hat 1981 auf der großen Friedens-Demo in Bonn gesprochen. Wo war dann später seine Stimme gegen die völkerrechtswidrige Intervention der NATO einschließlich Deutschlands im Krieg gegen das Rest-Jugoslawien, im sogenannten Kosovokrieg? Der Einsatz der Bundeswehr im Kosovo Krieg war der Übungsfall und Einstieg für die Mitwirkung Deutschlands an militärischen Interventionen all überall auf der Welt. Eppler hat diese militärische Intervention genauso wie jene in Afghanistan befürwortet; heute warnt er immerhin vor einer weiteren Eskalation im West-Ostkonflikt. aber das kommt viel zu spät. Den Einstieg in die Politik der militärischen Intervention statt einer aktiven Friedenspolitik hat Eppler abgesegnet und war damit eine wichtige Berufungsinstanz für all die vielen kritischen Bürgerinnen und Bürger, die einmal kritisch und Teil der Friedensbewegung waren und sich jetzt davon abgewandt haben.

Nicht nur er. Man könnte reihenweise Sozialdemokraten und Grüne beim Namen nennen, die dieses Spiel mit betrieben haben.

1990, am Ende des Konfliktes zwischen Ost und West, zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, hat man uns versprochen, jetzt würde der Versuch gemacht, gemeinsam eine Sicherheitsarchitektur in Europa aufzubauen. Man sprach von Gemeinsamer Sicherheit und von Abrüstung, von einem Ende der Blöcke und einer Auflösung der Militärbündnisse. So steht es sogar im Berliner Grundsatzprogramm der SPD. Aber: Das ist alles vergessen und das kritische Bürgertum schweigt.

Die Formel vom Wandel durch Annäherung ist auf den Kopf gestellt. Es wird angeheizt. Es wird nicht angenähert. Es wird an der Konfrontation gebastelt. Alles, was man an sinnvollen Regeln während und in der Vorbereitung zur Ostpolitik gelernt hat und eingeführt hat, ist vergessen: „Vertrauensbildende Maßnahmen“, hieß es damals, sollten den Umgang miteinander bestimmen. Stattdessen wird heute am Feindbild Russland und am Feindbild des dortigen Präsidenten gezimmert. Ich fühle mich erinnert an meine Studentenzeit in Berlin und auch an Auseinandersetzungen, die wir hier am Anfang der Fünfzigerjahre in Heidelberg und Umgebung mit Befürwortern der Wiederbewaffnung hatten.

Es gab die militanten Kalten Krieger. Jetzt kehren sie wieder zurück und dazu gehören heute nicht nur die Hardliner von der Jungen Union und vom Ring Christlich Demokratischer Studenten. Es gehören ganz andere Kreise dazu, solche, die man früher zum kritischen, gebildeten Bürgertum gezählt hätte. Dann muss man heute froh sein, wenn man auf einen abgesprengten Christdemokraten wie den früheren Parlamentarischen Staatssekretär Willy Wimmer trifft. Er macht in seiner Partei und in der Öffentlichkeit Front gegen den neuen Kalten Kriegskurs.

Die Kalten Krieger sitzen heute nicht nur beim Springer-Verlag oder in einzelnen rechtskonservativen Sendungen des ZDF. Sie sitzen überall. auch bei der Süddeutschen Zeitung und der Zeit und beim Spiegel. Ich zeige Ihnen mal einige Spiegel-Titel zu Putin:

Hier zur Vorbereitung des Geschehens auf dem Maidan im Dezember 2013:

Und hier eine weitere „vertrauensbildende Maßnahme“ des sogenannten Nachrichtenmagazins Der Spiegel – vom Juli 2014:

28.7.2014

Und hier werden die Opfer des abgeschossenen malaiischen Flugzeugs MH 17 ohne Zögern dem russischen Präsidenten persönlich zugeordnet. Das stammt auch vom Juli 2014:

Die hoch geschätzte „Zeit“ beteiligt sich an der Kampagne:

Das war eine bösartige Interpretation der Rede des russischen Ministerpräsidenten auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2016. Eine Reihe von Medien haben – vermutlich abgesprochen – die Rede von Medwedew auf den Kopf gestellt. Umgedreht, verdreht, um die Stimmung anzuheizen. Ein Musterbeispiel für gemachte Gleichrichtung.

Das ist die heutige Lage. Der Geist entspricht dem alten Plakat der CDU, der CSU und der NPD, das Sie hier sehen.

So hart war das früher. Heute ist es nicht viel besser. Ja sogar schlimmer, weil dieser Geist inzwischen gebildete und intelligente Leute erfasst hat.

Das folgende Foto zeigt den deutschen Außenminister und Innenminister während der Rede des russischen Präsidenten Putin im deutschen Bundestag am 25. September 2001. Putin warb damals um eine gemeinsame Sicherheitspolitik. Aber damals waren die Würfel und die Bomben auf Jugoslawien schon gefallen, und insbesondere der deutsche Außenminister war schon auf dem Weg in die enge Freundschaft mit der US-amerikanischen Außenministerin Albright und deren militärischer Interventionspolitik. Deshalb die betretenen Gesichter der rot-grünen Verantwortlichen.

Vermutlich ist der hier sichtbare Schwenk der Meinungsführer des kritischen Bürgertums mitverantwortlich für die Abkehr von der Friedensbewegung im weitesten Sinne.

Warum leistete das deutsche kritische Bürgertum keinen Widerstand gegen diese Abkehr von einer wirklich erfolgreichen Ostpolitik? Warum haben sie jede Kurve mitgemacht? Gab und gibt es keine eigene Substanz, kein Rückgrat, keinen Kopf, kein Herz gegen die Ausflucht in die militärische Intervention und Konfrontation?

Agenda 2010

Springen wir in die Innenpolitik: zur Agenda 2010 oder anders ausgedrückt zur sogenannten Reformpolitik der Regierung Schröder. Als Schröder die Summe dieser seiner Politik zog, vorgetragen beim Wirtschaftsgipfel in Davos, also in den passenden Kreisen, da sagte er 2005 in Davos:

„Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.“

Wo war der Protest des kritischen Bürgertums in Deutschland. Hier erkennt man die gleiche Schwäche, wie die Gründer des Evangelischen Studienwerks das 1948 für die Weimarer Republik festgestellt hatten: keine Ahnung von der sozialen Lage jener Menschen, die im Niedriglohnsektor zurechtkommen müssen. Keine Ahnung und keine Solidarität.

Konjunkturprogramme und Reservearme
Der Niedriglohnsektor, d.h. ein großer Bereich von Beschäftigung zu niedrigen Löhnen, ist nicht vom Himmel gefallen. Mehreres hat dazu beigetragen:

  • die Agenda 2010 mit der Streichung der Arbeitslosenversicherung nach einem Jahr,
  • die massive Förderung von Leiharbeit und befristeter Arbeitsverträge,
  • die Kampagne gegen Konjunkturprogramme und aktive Beschäftigungspolitik.

Die Arbeitslosigkeit wurde nicht mehr bekämpft, sondern verwaltet. Das war der Kern der damaligen Wende. Die Existenz einer Reservearmee von Arbeitslosen und von schlecht bezahlten Menschen in unsicheren Arbeitsverhältnissen und in Leiharbeit bildet seitdem die Drohkulisse auch für jene Menschen, die einen Arbeitsplatz haben. Sie wissen, dass sie im ungünstigsten Fall auch in ungesicherte Arbeitsverhältnisse und schlecht bezahlte Jobs abgleiten. In dem Interview mit Klaus Dörre, das die NachDenkSeiten am 19. Mai veröffentlicht haben, werden diese Zusammenhänge erläutert und begründet. (Siehe hier Die Renaissance der Klassengesellschaft. Ein Interview mit dem Soziologen Prof. Dr. Klaus Dörre über Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland.)

Die Zusammenhänge zwischen Reservearmee auf dem Arbeitsmarkt und dem Druck auf die Löhne wurden von unseren ehedem kritischen Mitbürgern nicht gesehen. Nicht einmal sogenannte linke Intellektuelle haben diesen Zusammenhang wahrgenommen und haben sich in die Polemik gegen Konjunkturprogramme und aktive Beschäftigungspolitik eingereiht. Herausragendes Beispiel dafür ist wiederum Erhard Eppler. Es war Mode im Deutschland nach 1973, gegen Konjunkturprogramme zu polemisieren. Derart modisch gekleidet war ein breites Bündnis, vom CDU-Vorsitzenden bis zu vermeintlich linken Ökonomen und Soziologen, die in ständig wiederholenden Schleifen behaupteten, Keynes sei out, die Konjunkturpolitik habe bei Kanzler Schmidt versagt, usw. – und es gab keinen Widerstand vom aufgeklärten Bürgertum.

Demographie und Altersvorsorge

Die Debatte um den angeblich dramatischen demographischen Wandel und die für die Altersvorsorge daraus folgenden Konsequenzen ist das eindrucksvollste Beispiel für das Versagen des kritischen Bürgertums. Die Ausgangslage war durchaus zu durchschauen, wenn man wollte. Aber viele, ja die meisten, wollten offensichtlich nicht sehen, dass am Anfang die Überlegung der Banken und der Versicherungswirtschaft stand, ein neues Geschäftsmodell aufzutun. Ich zitiere zum Beleg einen Text von 1997, er ist also 20 Jahre alt:

„Die privaten Lebensversicherungsgesellschaften nehmen heute knapp 90 Milliarden (damals DM) an Prämien ein. Sie wittern jetzt das Geschäft des Jahrhunderts. Schließlich hat die gesetzliche Rentenversicherung einen Leistungsumfang von ca. 300 Milliarden. Nur ein Zehntel dieses Kuchens heraus zu schneiden brächte den privaten Lebensversicherungen einen Zuwachs ihrer Prämien von 33 %, also einen außerordentlich großen Geschäftszuwachs.“

Dieses Zitat stammt aus einem beim Aufbau-Verlag erschienenen Taschenbuch mit dem Titel „Mut zur Wende“. Autor war ich. Sie können sich vorstellen, wie bedrückend es ist, wenn man seit 20 Jahren darauf hinweist, wie verlogen die Demographiedebatte ist und wie mutwillig eine der besten gesellschaftlichen Einrichtungen unseres Landes, die Gesetzliche Rente, der Erosion preisgegeben worden ist. Nicht allein mutwillig, auch getrieben von politischer Korruption der involvierten Professoren, Medien und Politiker wurde trotzdem der angeblich dramatische demographische Wandel benutzt, um dem Einstieg der staatlich geförderten Privatvorsorge den Weg zu bereiten.

Das gebildete Bürgertum hat in der Debatte um demographischen Wandel und Altersvorsorge total versagt. Sie haben alles geglaubt:

  • dass es dramatisch sei, wenn ein Arbeitsfähiger für immer mehr Alte arbeiten müsse.
  • Sie haben nicht nachgefragt, ob die Produktivitätsentwicklung unserer Volkswirtschaft nicht etwa ausreicht, um die Mehrbelastung aufzufangen. Der Sozialpolitiker Professor Richard Hauser hatte dies schon Anfang des Jahrhunderts in seiner Abschiedsvorlesung belegt. Die Produktivitätsentwicklung würde ausreichen, um den Arbeitenden, den Alten und den Jungen auch in Zukunft ihr Auskommen zu sichern.
  • Auch die gebildeten Bürgerinnen und Bürger haben geglaubt, dass mit Privatvorsorge das angebliche demographische Problem gelöst werden könnte. Wie soll das denn gehen? Werden mehr Kinder geboren, wenn die Altersvorsorge zusätzlich zur geschmälerten Gesetzlichen Rente auf subventionierte Privatvorsorge abgestützt wird?
  • Und sie und wir haben dann gegen alle sonst verbreitete Vernunft, Subventionen für die Riester-Rente und die Rürup-Rente und die private betriebliche Altersvorsorge bereitgestellt.

Diese neuen Formen der Altersvorsorge sind durchgehend Flops geworden. Teure Flops. Aber diese Politik wurde in einer großen Propagandaschlacht und dem dazugehörigen Täuschungsmanöver von Politik und Medien, von Wissenschaft und Finanzwirtschaft den Menschen eingetrichtert. Ohne nennenswerten Widerstand des gebildeten Bürgertums. Das ist ein trauriger Befund von versagender demokratischer Willensbildung.

Im Schnelldurchgang folgen ein paar Dokumente zur Medienarbeit zur „Bewältigung des demographischen Wandels“. Das ist ironisch gemeint. Schauen Sie hier, das gab’s in der Bild-Zeitung am 31. Januar 2006:

Und hier wird die junge Generation gegen die Alten aufgehetzt:

Nebenbei: das ist die Bestellung des Feldes für Pegida und AfD im Zentralorgan der angeblich demokratischen Medien unseres Landes, in der Bild-Zeitung:

Das war die Bild-Zeitung, wie sie leibt und lebt; tja und das gab’s für die gebildeten Stände:

Hemmungslose Dramatisierung. Aber die Macher wussten, dass der Spiegel das mit seinen Leserinnen und Lesern anstellen kann.
Hier liegt der einsame künftige Ernährer ganzer Rentnergenerationen:

Der Spiegel ist sich für nichts zu blöde und zu schade: „Raum ohne Volk“ hieß es am 23. Oktober des Jahres 2000. Zur Einschätzung sollte man wissen: Damals lebten mehr Menschen auf dem deutschen Staatsgebiet als 1939, als die Nazis propagierten, wir seien ein „Volk ohne Raum“ und auch damit den Krieg gegen die Sowjetunion begründeten.

Im Einleitungstext heißt es:

„Ohne Zuzug droht ein Kollaps der Volkswirtschaft, denn die einheimische Bevölkerung schrumpft in diesem Jahrhundert dramatisch.“

Eigentlich hätten nach diesen Leistungen über den letzten Deutschen und den Raum ohne Volk alle denkenden Menschen ihr Abo beim „Spiegel“ kündigen müssen. Wir haben das leider nicht vernommen, würden aber immer noch dafür werben, das Abo von „Zeit“ und „Spiegel“ und „TAZ“ und „Frankfurter Rundschau“ gegen eine Förderung der NachDenkSeiten einzutauschen.

Bei weitem nicht nur der „Spiegel“, auch die „Zeit“, nahezu alle Regionalzeitungen und Illustrierten und das Erste und das Zweite Deutsche Fernsehen haben in Sachen demographischer Wandel getäuscht und betrogen. Hier ein Beispiel einer als Dokumentation und Faktenrecherche aufgemachten Agitation des ZDF:

Die gebildeten Stände sind genauso manipulierbar wie die weniger gut ausgebildeten. Das ist das bittere Fazit. Und da gibt es nichts daran zu deuteln. Deprimierend.

Einer, der am Anfang bei der Dramatisierung mitmachte, war Frank Schirrmacher, der damalige Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In seinem Bestseller, Methusalem-Komplott, hat er übertrieben. Später sind wir uns dann in einem regen Gedankenaustausch nahe gekommen. Das war das Erfreuliche an diesem Menschen und Intellektuellen. Er konnte nachdenken und hatte die Kraft und die Größe zur Revision einer Fehleinschätzung.

Mehr wäre auch von anderen nicht zu verlangen. Die Welt ist so verrückt. Es wird so schrecklich vieles behauptet, Propaganda, Verführung, Agitation bestimmt unser Leben. Deshalb sind gedankliche Irrwege nicht auszuschließen.

Hauptsache, die Menschen finden wieder zurück zur Vernunft. Nur dafür werbe ich.

Es gibt eine Fülle anderer Beispiele für den Niedergang des kritischen Verstandes und für das Versagen. Mit groben Strichen will ich ein paar andere Beispiele skizzieren:

Uns geht es gut. Die Südländer sind selbst schuld.

Was in der Eurozone falsch gelaufen ist und falsch läuft, ist schwer zu durchschauen, das gebe ich zu. Der Durchblick verlangt ein bisschen ökonomische Schulung, aber eigentlich noch mehr einfach nur kritischen Verstand. In diesem Sinne wäre zu fragen:

  • wenn wir Deutschen nun schon seit Jahren Exportüberschüsse – genauer gesagt: Leistungsbilanzüberschüsse – haben und akkumulieren, dann müssen nach einfacher Saldenmechanik andere Völker Defizite haben. Und wenn man das nicht will, weil es auf Dauer dazu führt, dass einzelne Länder sich bei anderen Ländern immer mehr verschulden, dann muss man dafür sorgen, dass die Volkswirtschaften sich einigermaßen im Geleitzug entwickeln. Oder man muss auf die gemeinsame Währung verzichten. Deshalb muss ein denkender Mensch eigentlich klar sehen: Dass sich Herr Schäuble und Frau Merkel der Exportüberschüsse rühmen, ist nicht akzeptabel. Wenn sie das trotzdem tun, müssen sie als Feinde Europas betrachtet werden. Diese Qualifizierung ist ernst gemeint! Merkel und Schäuble sind die eigentlichen Totengräber Europas, auch wenn sie einen ganz anderen Eindruck erwecken.
  • Über eine längere Periode hinweg Exportüberschüsse zu haben, heißt Arbeitslosigkeit zu exportieren. So ist es. Die grandiose Arbeitsmarkt-Bilanz unserer Regierung baut auf dem Elend anderer Völker auf. Das allein hätte schon den Aufschrei der denkenden Mitmenschen auslösen müssen.
  • Noch mehr gilt das, wenn offen darüber schwadroniert wird, dass wir Deutschen ja die arbeitslosen Jugendlichen aus Spanien oder Italien oder Griechenland hierherholen könnten. Das ist offen proklamierte Ausbeutung anderer Völker, die ihre Jugendlichen ausgebildet haben. Ich stehe sprachlos am Rande solcher Debatten.

Letzthin hat eine Kölner Freundin, eine alte Sozialdemokratin, erzählt, dass in ihren Kreisen schon herumerzählt wird, Angela Merkel sei ja gut, aber sie sei in der falschen Partei, und dass diese Einschätzung und Wertschätzung vor allem ihrer Flüchtlingspolitik zu verdanken sei.

Ja, so einfach ist der Umgang mit Deutschlands gebildetem Bürgertum. Man macht sich über die Griechen her, lässt sie durch die Bild-Zeitung mies beschimpfen … So:

Oder so:

Und wenn dann der Ruf unseres Landes und auch der Kanzlerin ruiniert ist, dann macht man die Arme auf und ist offen für alle Flüchtlinge, jedenfalls tut man so.

Dann kann man als Bundeskanzlerin fest darauf vertrauen, dass das deutsche Bildungsbürgertum Eins und Eins und noch mal Eins nicht zusammenzählt. Wir denken nicht in Zusammenhängen, auch nicht mit Abitur und Studium:

  • Wir sehen nicht, dass der Westen mit seiner Agrarpolitik ein großes Stück Mitverantwortung für die schlechte wirtschaftliche Entwicklung in afrikanischen Ländern und die Fluchtbewegung trägt.
  • Wir sehen nicht, dass die Kriege des Westens von Libyen bis nach Afghanistan Millionen von Menschen entwurzelt und vertrieben haben und diese armen Menschen jetzt vor unserer Tür stehen.
  • Wir sehen nicht, dass unsere eigene Regierung an dieser Militärpolitik beteiligt ist.
  • Wir sehen nicht einmal, dass die offenen Arme von Frau Merkel von einem Deal mit dem türkischen Präsidenten Erdogan gestützt sind.

Viele Mitmenschen denken nicht in Zusammenhängen. Sie sind emotional berührt. Und wehe, es macht jemand wie Sahra Wagenknecht darauf aufmerksam, dass die emotionale Betroffenheit nicht reicht, dann stecken wir sie in die Querfrontkiste und stellen sie damit unter den Verdacht der Abweichung nach rechts.

Es wären noch eine Reihe anderer Themata anzufügen, bei deren politischer Behandlung und Meinungsbildung sichtbar wird, wie wenig kritisch auch Menschen mit einer guten Ausbildung und hohem Wissensstand mit drängenden Fragen unserer Zeit umgehen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Die Bewunderung für Macron.
  • Oder das Desinteresse und die wenig kritische Betrachtung der Einkommensverteilung und Vermögensverteilung in Deutschland. Wenn Thomas Piketty einen Bestseller landet, dann sind wir begeistert – aber nur kurz.
  • Oder die Ignoranz gegenüber den massiven Nachteilen der Privatisierung wichtiger öffentlicher Einrichtungen.
  • Oder das Schlucken der Schuldenbremse – einer wahrlich irren Einrichtung zur Kastration der Parlamente.
  • Oder die Bewunderung für Pisa.
  • Oder die mangelnde Distanz zu Bertelsmann.
  • Oder: wo blieb eigentlich das wache Auge gegen G8?

Ich denke, es ist ausreichend belegt, dass wir akut und massiv unter dem Verlust von kritischer Begleitung des Zeitgeschehens leiden.

Zur Entschuldigung kann man auf die Medien und die Veränderungen in diesem wichtigen Bereich der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung hinweisen. Dieser Hinweis ist berechtigt:

Vor dem Versagen des kritischen Bürgertums rangiert das Versagen der Medien und das hat wiederum mit verschiedenen Entwicklungen im Bereich der Medien zu tun. Vier gravierende Veränderungen nenne ich:

Erstens: Die Kommerzialisierung der elektronischen Medien mit vielen Konsequenzen. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben sich den Kommerziellen angepasst. Der Kampf um die Einschaltquoten bestimmt Formate und das Gewicht der Informationen im Kampf mit Unterhaltung und Manipulation.

Zweitens: Die Wirtschaft und die CDU/CSU haben eine rigorose Personalpolitik bei den Öffentlich-rechtlichen Sendern durchgesetzt, bei den kommerziellen Sendern herrschen sie sowieso. Die Konsequenz sieht man deutlich beim WDR, beim NDR und beim Hessischen Rundfunk. Die Qualität hat nachgelassen.

Drittens gab es einen Schub an neuer Konzentration der Medien.

Und viertens ist der Arbeitsmarkt für Journalistinnen und Journalisten so miserabel, dass sich nur berufliche Selbstmörder eine kritische Lippe leisten können.

Bei wichtigen Medien, die sich bisher zur Orientierung für das kritische Bürgertum eigneten, ist die Ordinate nach rechts verschoben worden: Bei der Frankfurter Rundschau, bei der TAZ, bei der Süddeutschen Zeitung, beim Spiegel, bei der Zeit, beim Stern – und bei den öffentlich-rechtlichen Sendern und ihren kritischen Formaten wie Panorama und Report sowieso.

Die Nutzerinnen und Nutzer dieser Medien, auch jene, die ich kritische Bürgerinnen und Bürger nenne, sind aber oft ihren vertrauten Medien treu geblieben. Damit hat sich ihr Weltbild oft auch nach rechts verschoben.
Nötig war das nicht. Eigentlich könnten diese gut ausgebildeten Menschen die Verschiebung bemerken und hätten Widerstand leisten müssen. Aber offensichtlich ist das zu viel erwartet.

Es gibt noch eine andere Entschuldigung dafür, dass das kritische Bürgertum so orientierungslos ist und so unkritisch.

Viele Zusammenhänge sind schwer zu verstehen. Oft geht es um ökonomische Zusammenhänge. Hier hatte die bürgerliche Welt noch nie einen richtigen Durchblick. Aber das kann doch nicht dafür entschuldigen, sich nicht darum zu kümmern. So schwer ist es doch auch wieder nicht, die ökonomischen Zusammenhänge zu verstehen. Nehmen wir das Beispiel der Exportüberschüsse und das Auseinanderdriften Europas, weil die Wettbewerbsfähigkeit – ökonomisch gesprochen: die Lohnstückkosten – sich verschieden entwickelt haben, mit der Konsequenz, dass die Einen sich mit Importüberschüssen verschulden und die Anderen mit Exportüberschüssen Forderungen aufbauen. Dass die deutsche Politik mit dem Pochen auf Exportüberschüsse und der damit verbundenen Selbstbeweihräucherung ein Desaster ist, hätte auch ein Nicht-Ökonom bemerken können.

Außerdem: Nicht alles ist Ökonomie. Um zu verstehen und zu durchschauen, dass der demographische Wandel zum bedrohlichen Hirngespinst aufgeblasen worden ist, muss man ja kein Ökonom sein. Ein bisschen historische Bildung hilft zu erkennen, dass es diesen demographischen Wandel immer schon gab – spätestens seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie hilft dabei zu erkennen, dass trotz zweier Weltkriege die Versorgung der Rentner auch von einer geschmälerten Generation der Arbeitsfähigen geschafft wurde.

Auch um zu begreifen, dass die Ostpolitik mit ihrer großen strategischen Überlegung „Wandel durch Annäherung“ seit 1990 auf den Kopf gestellt und damit kräftig beschädigt worden ist, braucht man kein ökonomisches Verständnis. Nur Verstand. Und auch ein bisschen Erinnerungsvermögen und auch ein bisschen Kenntnis der Strategien der deutschen Bundesregierung in den sechziger und siebziger Jahren, und auch ein bisschen Erinnerungsvermögen an das hilfreiche Wirken der Evangelischen Kirche in Deutschland, zum Beispiel mit der Ost-Denkschrift von 1965. Das war nämlich ein eindringlicher Aufruf zur Versöhnung zwischen West und Ost und damit eine Hilfe für die gerade begonnene und dann in der Regierung fortgeführte Entspannungspolitik Willy Brandts.

Was tun?

Wenn ich für die Hochschulpolitik verantwortlich wäre, würde ich auch heute und zwar flächendeckend eine angepasste Version des Konzeptes der Villigster Gründer von 1948 einführen. Aber das bin ich nicht. Und andere mit dem gleichen Impetus sind es auch nicht. Also backen wir kleinere, jedenfalls andere Brötchen.

Eine neue Offensive der Aufklärung:

Packen wir die gut situierten und gut ausgebildeten Mitbürgerinnen und Mitbürger bei ihrem Sinn für öffentliche Verantwortung, und sei es nur den noch vorhandenen Rest. Ihr Sein darf nicht das Bewusstsein bestimmen.

Fundament der Aufklärung ist zunächst einmal die bewusste Wahrnehmung des Zustands unserer Medien. Zu ihnen muss jeder, der auf seine Eigenständigkeit achtet, Distanz schaffen.

Fundament der Aufklärung in der heutigen Zeit ist das Bewusstsein und die Kenntnis dessen, dass wir immer wieder penetrant und intensiv manipuliert und fremdbestimmt werden. Deshalb ist der fundamentale Grundsatz wohl der: Glaubt nicht, was Ihr hört, lest und seht.

Entwickelt die Fähigkeit, hinter die Kulissen zu schauen.

Entwickelt die Fähigkeit, die Methoden zu durchschauen, mittels derer ihr manipuliert werdet.

Befasst euch mit den großen Fällen der Irreführung. Lernt zu durchschauen, wenn Kampagnen der Meinungsbeeinflussung aufgelegt werden, nicht erst, wenn sie ihre Wirkung entfaltet haben. Widersprecht schon zu Anfang.

Redet mit euren Freunden, mit euren Nachbarn, mit euren Kindern, Enkeln und Eltern über die ständige Bedrohung der demokratischen Willensbildung. Macht Ihnen bewusst, dass diese Bedrohung nicht nur von den Trumps, der AfD oder von Pegida ausgeht, auch nicht nur von Le Pen – auch von Macron, auch von Hillary Clinton und von Obama. Und bei uns von den etabliertesten der etablierten Medien. Leider von den Öffentlich-rechtlichen Sendern genauso wie von den kommerziellen. Leider von der „Zeit“ und dem „Spiegel“ genauso wie von der Bild-Zeitung.

Unserem Denken und Analysieren der öffentlichen Vorgänge muss sozusagen als Klammer vorgeschaltet sein: Vorsicht! Es könnte Manipulation sein. Sehr wahrscheinlich sogar.

Lernt von Orwell:

Diese von Orwell formulierte Erkenntnis gehört als Aufkleber auf Ihren Computer und auf den Fernseher, früher hätte man gesagt: an den Küchenschrank.

Nutzen Sie kritische Medien des Internets. Auch die NachDenkSeiten. Sie sind gegründet worden, um täglich Manipulationen aufzudecken. Das liefern wir frei Haus. Bedienen Sie sich. Und werden Sie selbst aktiv bei der Aufklärungsarbeit.
Das zu tun ist spannend.

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